Richard Fleischer – Zwang zum Bösen

Richard Fleischer – Zwang zum Bösen

Release: 2027

Richard Fleischer

Ein Journey Man oder ein Filmemacher mit eigener Handschrift? Fakt ist jedenfalls, dass Richard Fleischer über einen Zeitraum von über 50 Jahren eine beachtliche Anzahl von Filmen hinterlassen hat, darunter die mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentation design for death (1945), Klassiker wie 20,000 leagues under the sea, fantastic voyage oder soylent green, sowie Arnold Schwarzenegger in den frühen 1980er-Jahren half, mit conan the destroyer und red sonja dessen Karriere zu festigen.

Fleischers wiederkehrendes Interesse an realen Justizfällen zeigt sich in compulsion (1959), the boston strangler (1968) oder 10 rillington place (1970), verbunden häufig mit dem Motiv des Serienkillers (follow me quietly, blind terror), wobei ihn – auch in seinen historischen Stoffen wie che! oder tora! tora! tora! – mehr die Täterperspektive fasziniert. Es wird festzustellen sein, dass Fleischer sich nicht wiederholte, sondern in Stil und Inszenierung experimentierte, was beispielsweise der exzessive Einsatz des Splitscreen in the boston strangler beweist.

Im ersten deutschsprachigen Buch über diesen lange unterschätzten Regisseur untersuchen zahlreiche Autoren das Gesamtwerk Fleischers, seine Film noirs, seine Justizthriller und natürlich auch seine an den Pessimismus der 1970er-Jahre angelehnten Thriller und Western wie the last run, the new centurions und the spikes gang.

Mit Texten von: Prof. Dr. Ivo Ritzer, Dr. Michael Flintrop, Dr. Rolf Giesen, Dr. Yorck Beese, Dr. Nils Bothmann, Dr. Peter Vignold, Prof. Dr. Tonio Klein, Stefan M. Preis, Eckhart Schmidt, Bernhard Valentinitsch, Heiko Nemitz u. v. a.